Sportler:innen und Osteopathie

Das Ziel: eine achtsame Prävention und Rehabilitation.

Längst ist die Osteopathie im Bereich des Leistungssports angekommen, und es gibt kaum noch Athleth:innen oder Mannschaften, die auf eine Betreuung durch Osteopathie verzichten wollen. Bei fast allen Bundesliga-Teams des Fußballs, Handballs, in der Leichtathletik oder im Schwimmsport kommen sportosteopathische Behandlungen vor und nach den Wettkämpfen, aber auch während der Trainings- und Erholungsphasen zum Zuge. Sie wird in Rekonvaleszenzzeiten nach Verletzungen eingesetzt und in der Therapie körperlicher Dysbalancen zur Verletzungsprophylaxe und zur Optimierung der spezifischen Leistungsfähigkeit.

Doch auch für Menschen, die keine Leistungsportler sind, ist Sport ein wesentlicher Teil des Lebens, der nicht nur der Stärkung der Gesundheit und der Fitness, sondern auch der persönlichen Erfüllung und dem Erleben dient.

Sportverletzungen und ihre Hintergründe verstehen und adäquat damit umgehen

Leider besteht bei aktiv betriebenem Sport durch die damit einher gehende aussergewöhnliche Belastung ein erhöhtes Risiko von Verstauchungen, Muskelfaser- und Bänderrissen oder Schleimbeutelentzündungen, die zu Traumata in Muskel-, Sehnen-, Ligament- oder Kapselstrukturen führen. Durch Stauchungen z.B. können Knorpel und Knochen durch übermäßige Kompression geschädigt werden. Die Energiebereitstellung in den Muskeln, d.h. die Fähigkeit zu aerober Arbeit, kann aus unterschiedlichsten Gründen beeinträchtigt sein.

Sportschäden entstehen oft aus Trainingsfehlern wie mangelhaftem Aufwärmen, durch Überlastung, mangelnder Regeneration oder dadurch, dass es ein Missverhältnis gibt zwischen der individuellen Trainierbarkeit des Binde- und Stützgewebes und den spezifischen Anforderungen einer Sportart. In der Prävention und Trainingsfokussierung wird ein Zusammenspiel und eine Harmonisierung von Muskel-, Faszien- und Gelenkstrukturen angestrebt mit dem Ziel, Bewegungsabläufe zu optimieren und das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Der Osteopath erfühlt den Zustand der Gewebestruktur und zieht Rückschlüsse aus den individuellen Grundvoraussetzungen, um dann manuelle Hilfestellung zu geben und geeignete Therapievorschläge zu machen.